Jardin Zoologico

 
 

Der zoologische Garten liegt am dritten anillo (Ring), also in der Innenstadt und wurde 1979 eröffnet. Er wird der schönste Zoo Boliviens genannt.
In letzter Zeit gibt es vermehrt Stimmen, die die teilweise nicht artgerechte Haltung der Tiere bemängeln. Auch wird moniert, dass es dem Personal an der Qualifikation im tiermedizinischen Bereich fehle. Ein Teil der Tiere sei krank und keiner merke es, oder wolle es merken. Unterlagen, wie z. B. Krankenakten, über die Tiere gibt es nicht. Die baulichen Anlagen zeigen zum Teil deutliche Spuren ihres Alters. Dies sollte aber niemand von einem Besuch abhalten. Der Zoo ist schön und interessant, man bekommt einiges an Tieren zu sehen, die man sonst sicher nicht zu sehen bekäme. Der Zoo bräuchte eine Sanierung, aber dazu fehlt einfach das Geld.
Im Moment wird eine Verlegung des Zoos hinaus an den Stadtrand, in die Nähe des botanischen Gartens, angedacht. Dieses Thema wird sehr kontrovers diskutiert. Viele sind der Ansicht, dass dies den Tod des Zoos bedeuten würde, weil ein grosser Teil der Besucher und damit deren Eintrittsgelder wegbleiben würden. 

Man erreicht den Jardín Zoologico mit verschiedenen Linien der Micros, sowie dem Taxi. Ein Besuch ist Werktags zu empfehlen -vielleicht während man auf die Verlängerung seines Visas wartet, denn von der Migracion sind es gerade mal 100 Meter zum Eingang- da hat man Platz und kann sich alles in Ruhe ansehen, da besonders am Sonntag der Zoo von vielen einheimischen Familien besucht wird.
Der Eintritt beträgt 8 Bs, also etwa 1,00 Eur. Vor dem Eingang hat es fliegende Händler und in der näheren Umgebung auch gastronomische Betriebe.
Das Zoogelände, wie auch die Käfige sind relativ sauber. Wenn es regnet sollte man einen Schirm oder einen anderen Regenschutz mitnehmen, denn es gibt nur recht wenige regensichere Unterstände. Für viele Tiere, für die in Deutschland Häuser oder Gebäude erforderlich wären, reicht hier ein Gehege.

Auf einer Fläche von etwa 66.000 m² wurden die Volieren, Häuser und Gehege gebaut, ohne den alten Baumbestand zu entfernen. Die Anlage wird laufend erneuert und auch teilweise erweitert, wobei die Fläche des Zoos nicht erweitert werden kann, da er von Häusern fast umschlossen ist.

Für die Kleinen wurde ein recht großzügiger Spielplatz geschaffen. Es stört aber auch keinen, wenn die Kinder auf den Wiesenflächen oder den Wegen spielen. Da es hier das europäische Sicherheitsdenken nicht gibt, kann man bis direkt an die Käfige oder Volieren heran. Es verleitet zum Füttern, nur hat der eine oder andere unvorsichtige Besucher dabei schon Blesuren davongetragen. Wenn so ein Papagei statt der Frucht den Finger schnappt, tut das ziemlich weh.
Wer hier Elefanten oder Löwen erwartet, wird entäuscht. Dieser Zoo zeigt ausschließlich südamerikanische Tiere.

Eine bunte Vielfalt von Vögeln, insbesondere Papageien findet man gleich neben dem Eingang. Daneben die Kolibris und in der Mitte eine riesige Voliere aus starkem Draht für den Condor.

Selbstverständlich fehlen auch die Katzen nicht. Von ganz kleinen bis hin zu "el Tigre", dem Jaguar. Im Schlangenhaus findet man alles vom überdimensionalen Regenwurm bis hin zu Pyton und Boa Constrictor.

In großen Freigehegen sieht man die Nutzvögel wie Enten und Gänse, aber auch Tapier oder Gürteltier. Letzteres bekommt man in den Cabañas als Delikatesse serviert.
 
 

Stand 03.12.2003
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