Santa Cruz de la Sierra





 
Hier hat sich ein Amerikaner wohl ein Denkmal gesetzt! Das Gebäude steht nahe dem 3. Ring. Die Freiheitsstatue auf dem Dach ist etwa 20 Meter hoch.

Wer nach Sta. Cruz will, tut dies am besten mit dem Flugzeug. Es gibt 2 Flughäfen in der Stadt. In Viru-Viru landen die internationalen Flüge. Es gibt direkte Verbindungen von Florida, Sao Paulo, Buenos Aires ...

Der Flug von Europa geht am bequemsten über Sao Paulo. Florida ist recht umständlich, da ein Stück inneramerikanisch geflogen werden muss, also Einreise und ggf. Visa. Die billigsten Anbieter sind derzeit die (brasilianische) TAM (Umsteigen in Paris oder London, Sao Paulo und Asunción und American Airlienes (ca. 900 Eur) über Florida, gefolgt von Varig (ca. 1300 Eur) über Sao Paulo. Varig ist mit Vorsicht zu betrachten, da sie derzeit nicht Mitglied der JATA ist.
Mitten in der Stadt liegt der andere Flughafen, Trompillo. Er dient vorwiegend dem Inlandsverkehr, wird aber von einigen Fluggesellschaften international angeflogen.

Wenn man ankommt, ist das erste was man braucht, jemanden der einem abholt, oder zumindest Grundkenntnisse der spanischen Sprache. Englisch und Deutsch sind nicht sehr verbreitet.

Wer  selbst in die Stadt fahren möchte, dem bieten sich zwei Alternativen, das Taxi und der Micro (= Linienbus). Vor dem Einsteigen ins Taxi unbedingt nach dem Preis fragen, der wird sonst an die Zahlungsfähigkeit des Touristen angepasst. Der Fahrpreis sollte für eine Fahrt ins Zentrum nicht mehr als 50 Bolivianos betragen. Der Preis für den Micro ist fest. Wer mit dem Micro in die Innenstadt fährt muß wissen, dass alle schweren Fahrzeuge zwei Quadras von der Plaza weg bleiben müssen. Die letzten 300 Meter bis zum Mittelpunkt der Stadt muß man in dem Fall laufen.
Auf dem Weg in die Stadt wird man erkennen, dass der Stadtverkehr nichts für Leute mit schwachen Nerven ist. Es soll angeblich sogar Verkehrsregeln geben.

Besucher, die in der Zeit von April bis Oktober kommen, sollten zumindest eine Jacke oder einen Pullover einpacken. Wenn ein Sur (kalter Südwind) einbricht, kann die Temperatur schon mal innerhalb weniger Stunden auf 10 Grad oder darunter fallen. Die Einheimischen tragen dann 2 Jacken, Handschuhe und Ohrenschützer oder Mütze. Die Häuser (auch viele Hotels) sind in der Regel ohne Heizung.
Nach 3 oder 4 Tagen hat der Spuk ein Ende und das Thermometer nähert sich wieder der 30 Grad-Marke.
 

In jedem Reisführer sind sie erwähnt, aber nirgendwo gibt es Fotos und gesehen hat sie auch fast keiner, die Faultiere vom Stadtpark. Ich habe es auch erst beim zweiten Besuch geschafft und auch nur weil mir ein Einheimischer eines hoch oben im Baum gezeigt hat. Diese, fast wie Teddys aussehenden Tiere sind etwa einen Meter groß. Angeblich sollen die Tiere von der Plaza prinzipal in regelmäßigen Abständen mit Tieren aus dem Zoo getauscht werden. Ob das tatsächlich stimmt, konnte mir bisher niemand verlässlich bestätigen.

Wenn jemand am Straßenrand mit einem Paket Geldscheine winkt, ist es ein Geldwechsler. Es wird einem normalerweise kein Falschgeld angedreht! Das Wechseln ist legal und der gebotene Wechselkurs unterscheidet sich nur unwesentlich von dem der Banken. (Offizieller Kurs vom 06. September 2006: 1 US $ = 8,05 Boli). Vor dem Tausch unbedingt nach dem Kurs fragen, sonst gibt es einen Spezialpreis für Touristen. Ich rate auch jedem dringend selbst nachzuzählen! Diese "Geschäftsleute" leben vom sich verzählen. Wenn man reklamiert, gibt es den fehlenden Rest unter grossen Entschuldigungen und ohne Probleme.

Einige Banken versorgen einem auch mit Bargeld auf Kreditkarte. Es werden aber zum Teil 2% zusätzliche Bearbeitungsgebühr berechnet. Die Geldautomaten einiger Banken (z.B. Banco Sta. Cruz) akzeptieren ausländische Kredit- und zum Teil EC-Karten mit dem Maestro-Zeichen. Cambio Aleman an der Plaza tauscht fast alles. Er ist die einzige mir bekannte Stelle in Santa Cruz, die auch andere Währungen als Dollar tauscht. Wegen des für Euro u.Ä. gebotenen Wechselkurses sollte man auf diese Möglichkeit aber nur im äussersten Notfall zurückgreifen.

Im Moment herrscht eine schwere "crisis" in Bolivien. Das führt dazu, dass viele Geschäfte leer stehen oder oft den Besitzer wechseln. Die Arbeitslosenrate steigt ständig weiter. Eine weitere sehr unangenehme Folge ist der Anstieg der Kriminalität, insbesondere Diebstahl und Raub. Im Gedränge von Bussen oder auf den Märkten hat sich schon so mancher Geldbeutel selbstständig gemacht. Die Polizei ist schon dazu übergegangen, Zivilstreifen in den Bussen mitfahren zu lassen. Die Wirkung ist aber nicht sehr ausgeprägt.
Eine neue Masche ist das Abreissen oder Abschneiden von Halsketten und Umhängegeldbeuteln. Bewaffnete Raubüberfälle sind etwas ganz neues in Sta Cruz. Das gab es bis vor kurzem eigentlich überhaupt nicht. Seit kurzem liest man immer wieder davon. Am besten, man zeigt seinen "Reichtum" nicht, lässt teueren oder teuer aussehenden Schmuck zu Hause. Wer sich unbedingt mit Schmuck behängen muss: In "siete calles" gibt es die "original" Rollex ab etwa $ 10, dann ist der Verlust wenigstens nicht so groß.

Immer wieder hört man seltsame Geräusche wie durchdringende Huptöne oder eine elektronische Kuh. Das sind die fahrenden Händler. Nach einiger Zeit hier kann man sie unterscheiden: Den Milchmann, die Gaslieferanten, den Eisverkäufer usw.
 
 
Die Fleischabteilung auf dem Markt. Die Ware  wird offen und ungekühlt verkauft, bei 40° Aussentemperatur.
 
In Santa Cruz gibt es kein Ladenschlussgesetz. Die Geschäfte sind offen, wie die Eigentümer es für richtig halten. In der Zeit von 12 bis 15 Uhr muss man aber, insbesondere bei den Fachhändlern, mit verschlossenen Türen rechenen. Es ist Siesta! Ab etwa 20 Uhr schliessen die grösseren Geschäfte, im Tante Emma-Laden gibt es aber die ganze Nacht etwas. Am Samstagnachmittag und am Sonntag ist das Angebot eingeschränkt. Viele Supermärkte und kleine Geschäfte haben aber geöffnet.
Wem das nicht reicht, an jeder Ecke gibt es mindestens einen ambulanten Händler, meist Frauen, die einem mit dem Nötigsten versorgen: gekühlte Getränke, kleine selbstgemachte Speisen, Süssigkeiten und Zigaretten (selbstverständlich auch einzeln -schlechte Zeiten für Schnorrer-).

Das Online-Telefonbuch für Santa Cruz und Umgebung hat eine spanische Bedienoberfläche.
 
 Ein großes kirchliches Fest ist die Prozession zur Jungfrau von Cotoca. Sie findet in der Nacht vom 7. zum 8. Dezember eines jeden Jahres statt. Ab ca. 18 Uhr wird dafür ab dem 4. Ring die Hauptstraße in Richtung Beni bis zum nächsten Morgen gesperrt. Einige tausend Gläubige machen sich auf den gut 15 km langen Weg nach Cotoca.

Wichtige Hinweise:

In vielen Souvenirshops sowie auf den Märkten werden Gitarren aus den Panzern von Gürteltieren angeboten. Nach Auskunft des deutschen Zolls fallen diese Tiere unter das Artenschutzabkommen. Das Einführen von Tieren oder daraus gefertigter Waren ist bei Strafe verboten, die Souvenirs werden eingezogen.

Die Einfuhr von Té de Mate und insbesondere Té de Coca nach Deutschland ist verboten.

Das deutsche Honorarkonsulat befindet sich jetzt (07.09.2006) in der Calle Libertad 899,  Tel. (00591 3) 3453914


Meine Unterkunft habe ich immer im Restaurant Austria. Carlos, der Wirt, ist Österreicher. Er hat eigentlich immer irgendwelche deutsch sprechenden Gäste im Haus oder im Lokal in der Nähe des Zoos.

 

 

Nach einer langen Einkaufs- oder Besichtigungstour durch Sta. Cruz bietet sich das Shamrock an. Es ist ein Irish Pub im ersten Stock gelegen. Von dort hat man einen herrlichen Ausblick auf die Plaza und die eine oder andere Demonstration, die dort mit mehr oder weniger Krach durchgeführt wird. Das Shamrock (Anfragen nur in englisch oder spanisch) gibt es zweimal, vom selben Wirt. Das andere ist in der Nähe vom Zoo, einige Häuser weiter als die Migracion. Hier treffen sich Abends oft die im Lande lebenden Ausländer.





Letzte Aktualisierung  06.09.2006