Cotoca


Das Dorf Cotoca liegt etwa 20 km von Santa Cruz entfernt an der Landstraße die über den Rio Grande in die Chiquitanía und weiter ins Beni führt. Die Kirche der kleinen Stadt beherbergt den Schrein mit der Schutzheiligen von Sanata Cruz, der Jungfrau von Cotoca. In der Nacht vom 7. zum 8. Dezember findet ihr zu Ehren eine Prozession von Santa Cruz nach Cotoca statt. Dies ist das größte Ereignis im Jahresverlauf.

Böse Zungen behaupten der Name Cotoca sei aus "coto" (dem südamerikanischen Wort für Kropf) entstanden. Im Stadtbereich gibt es recht viele Leute die einen Kropf haben. Wieso diese auf Jodmangel basierende Erscheinung ausgerechnet und nur in Cotoca so stark auftritt, konnte mir bisher keiner schlüssig beantworten.

Außer der Kirche gibt es in der Stadt m.E. nicht viel zu sehen. Es handelt sich eigentlich um eine typisch ländliche südamerikanische Kleinstadt, so wie es tausende anderer gibt. Mit einer "Plaza mayor" von 100 x 100 Metern zum flanieren und der Kirche direkt daneben. Der örtliche Markt ist auch nicht weit.
Am Wochenende kommen die Santa Cruzer die es sich leisten können gern mal zum Essen in die Stadt. Rund um die Plaza gibt es viele kleine Lokale, in denen man recht preiswert essen kann.
Die Straßen von Cotoca sind nur teilweise asphaltiert. Wenn es regnet hat man Schlamm und wenn es trocken ist jede Menge Staub.
Man fährt von Santa Cruz aus mit dem eigenen Auto, dem Sammeltaxi oder dem Micro. Die Straße ist gut ausgebaut und vollständig asphaltiert. Am Ortsende von Santa Cruz kommt eine Mautstelle. Dort darf man einige Peso für die Benutzung der Straße bezahlen.

Recht schöne Tonwaren werden in der Stadt hergestellt. Gefunden habe ich sie aber nicht etwa in der Stadt, sondern auf den Märkten und in den Souveniershops in Santa Cruz.  Wobei die Preise in den Shops an die Zahlungskraft der Touristen angepasst sind. Auf den Märkten muß man schon mal mit angeschlagenen Ecken oder abgebrochenen Kanten rechnen. Da man sich sein Andenken selber aussuchen kann, sollte das aber kein echtes Problem sein.

In der Nähe von Cotoca existiert das mit deutschen Spenden unterstützte kostenfreie Schulprojekt "Eine Schule für alle", das von Ordensschwestern betrieben wird.
 
 

Stand 16.12.2003