Die Schwimmbäder

 

In einer Zeitungsinformation fand ich etwas zum Thema Schwimmbäder. Es soll 3 Stück im Bereich der Stadt geben.

Gefunden habe ich nur ein richtiges Schwimmbad, nämlich "El Chorro" (der Wasserstrahl). Es ist das Militärschwimmbad, das aber jedem offen steht der den Eintritt von einem Boli bezahlt. Das Bad wurde vom Militär gebaut und wird auch von ihm betrieben und unterhalten. Es entspricht europäischen Vorstellungen von einem Schwimmbad und ist mit allem ausgerüstet, Umkleidekabiene, Kiosk, Tische, Sitzgelegenheiten, Wasserrutsche usw. Die Sauberkeit ist sehr gut, sowohl was das Gelände als auch was das Wasser betrifft.

Mit einer kleinen Staumauer wurde einer der Flüsse aufgestaut, so dass ein kleiner See entstanden ist. Das Wasser ist relativ kalt, die 23 Grad sind bei einer Aussenthemperatur von 40° oder darüber ein richtiger Schock. Wenn man erst mal im Wasser ist, möchte man es nicht mehr verlassen. Das Wasser ist sauber und wird durch den ständigen Durchfluss kühl und sauber gehalten, also eine wunderbare Gelegenheit den Sand aus Roboré wieder einmal loszuwerden.

Auch Kinder können hier problemlos spielen. Die Rutsche und die Auslaufdüsen sind eindeutig ihre Favoriten. Man bekommt sie fast nicht mehr weg.

Das schönste, es sind aus der Stadtmitte nur 10 oder 15 Minuten zu laufen. Das ist bei den örtlichen Themperaturen gerade noch erträglich. Wem der eine Boli zu teuer ist, der kann 3 oder 400 Meter weiter laufen, dort ist das Wasser auch noch leicht aufgestaut, aber es kostet keinen Eintritt. Ein beliebter Platz der einheimischen Bevölkerung.

 

 


Das aus meiner Sicht viel interessantere "Schwimmbad" fand ich aber "etwas" abseits. Der Weg dorthin ist nicht unbedingt jedermans Sache:

Der Fußmarsch beginnt

Man geht oder fährt mit dem Taxi bis zur Karserne. Dort begibt man sich an das rechte Ende des Kasernengeländes und folgt dem Trampelpfad durch das Militärgelände am Rande, zwischen Sportplatz und Duschen hindurch (siehe Bild).

Am Gebüschbereich angekommen sucht man die Fortsetzung des Pfades und folgt dann den Fussspuren anderer Besucher diesen leicht ansteigenden Weg hinauf. Zum Teil ist es sehr schwer zu erkennen ob man sich noch auf dem Weg befindet oder ob es nur eine ausgewaschene Rinne ist. Nach 15 oder 20 Minuten erreicht man den Kamm. Nun wird es ernst.

Der Weg geht sehr steil nach unten, Handläufe oder sonstige Abstiegshilfen gibt es nicht. Nach weiteren 15 Minuten klettern erreicht man ein Tal, das von einem Bächlein gegraben wurde. Nun folgt man diesem Gewässer entgegen der Fliesrichtung weitere 10 Minuten.

Die Spannung steigt, man hört das Rauschen von Wasser immer stärker werden und erste Kinderstimmen. Nach weiteren 5 Minuten öffnet sich die Vegetation und man tritt unter den Bäumen hervor. Vor einem liegt das Schwimmbad, mit Sandstrand und recht gemässigten Temperaturen. Jetzt gibt es nur noch eines, raus aus den Kleidern und rein ins Wasser, Staub und Schweiss abwaschen.

Das Wasser ist absolut klar und frei von irgendwelchen Pflanzen. Die auf dem Bild sichtbare dunkle Färbung des Wassers kommt vmtl. von aus dem Gestein ausgewaschenen Eisen. Der Teichgrund fällt zum Wasserfall hin ab und dürfte im Bereich des Wassereintritts etwa 2,50 bis 3 Meter betragen. Schwimmen ist als problemlos möglich. Durch den flachen Abfall kommen aber auch Kinder oder Nichtschwimmer voll auf ihre Kosten.

Einziger Wermutstropfen, der Heimweg. Bis die Strasse wieder erreicht ist, hat man eine Dusche dringend nötig.

Wieder auf der Strasse angekommen, beginnt die Suche nach einem Taxi. Das kann recht lange dauern. Die grössten Aussichten hat man im Bereich des Kasernentores. Nicht jeder hat das Glück wie wir, dass gerade einige ausländische Schwimmbadbesucher ihre Autos an der Strasse abgestellt haben, die einem mitnehmen.

Wer den Trip auch machen will, unbedingt Getränke mitnehmen. Auf dem Hin- und Rückweg schwitzt man gewaltig. Das Wasser im Schwimmbecken würde ich nicht unbedingt zum Trinken empfehlen.

 

 

 

Stand 10.03.2001